1. Mai 2020 – die Quarantäne Edition

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Auch im Corona-Jahr wird der 1. Mai nicht ohne Kreuzberger Proteste über die Bühne gehen. Angesichts der veränderten Situation ruft das Revolutionäre 1.-Mai-Bündnis „zu einer Versammlung der besonderen Art auf. Der Beginn unserer Aktion ist kein zentraler Platz, sondern ein Gebiet.“ Dadurch sei die  Ansteckungsgefahr verringert und die Aktion unkontrollierbarer, erklärt das Bündnis.

Unter Einhaltung des Mindestabstandes und geschützt mit Masken oder Schals wird empfohlen am 1. Mai bis 18.00 Uhr nach Kreuzberg 36 zu kommen und in Bewegung zu bleiben, denn Ansammlungen von mehr als 20 Menschen sind laut Covid-19-Eindämmungsverordnung verboten. Ab 18.20 Uhr werden über soziale Medien „nacheinander mit zeitlichem Abstand Orte in Kreuzberg 36 bekanntgeben, zu denen wir uns dann über verschiedene Wege begeben werden“, teilt das Bündnis mit. „Auf unterschiedlichen Neben- und Seitenstraßen kommen wir dorthin, werden unsere Inhalte auf kurzen Zwischenstopps vermitteln und uns danach zerstreuen, um uns bald wieder woanders zu begegnen.“

Mit diesem Aktionskonzept, bei dem der ganze Kiez als Bewegungsfläche genutzt wird will das Bündnis „möglichst vielen Menschen ermöglichen, sich an den Protesten am 1. Mai zu beteiligen. Jede*r nach ihren eigenen Vorstellungen und Risikobereitschaft.

Um 20 Uhr sollen im ganzen Kreuzberger Kiez Feuerwerke gezündet werden.

Am Vormittag des 1. Mai werden Einzelheiten über Twitter (@rev1maiberlin) und die Website (1mai.blackblogs.org) bekannt gegeben.

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Protest im Soldiner Kiez

Evakuiert Moria! Ist ein politischer Schwerpunkt dieser 1.Mai-Demo. Das Bündnis fordert die Evakuierung des Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Dort sind  mehr als 20 000 Menschen unter katastrophalen hygienischen Bedingungen untergebracht.

Weitere Demos

30. April: Walpurgisnacht in #Berlin#Friedrichshain – Belagerungszustände platzen lassen! Wir sehen uns am 30. April ab 19 Uhr im Friedrichshainer Südkiez. Der Kiez gehört uns!

1 Mai: Gegen Ausbeutung und Unterdrückung 13 Uhr auf dem #Kreuzberger #Oranienplatz.

1 Mai: Im Villenviertel Grunewald will das Bündnis myGruni mit einem satirischen Autokorso sowie einer Kundgebung mit 20 Leuten gegen Verdrängung protestieren. Die Aktionen werden live im Internet übertragen.

1 Mai beim DGB – Der Deutsche Gewerkschaftsbund beugt sich den Verhältnissen und wird in diesem Jahr keine großen Straßenkundgebungen abhalten. Dafür wird -> auf der Internetseite des DGB ein buntes Protestprogramm unter dem Motto: „Solidarisch ist man nicht alleine“ im lifestream angeboten. Kleinere, symbolische Aktionen soll es geben, so am Brandenburger Tor in Berlin, heißt es. Um größere Aufläufe zu vermeiden wurde ein Zeitpunkt bisher nicht bekannt gegeben.

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