Neue Obdachlosen-Initiative in Wedding startet durch

Hans joachim klaesHans-Joachim Klaes wohnt in der Buttmannstraße im Wedding. Dort treffen wir uns in der legendären Kneipe Barrikade bei guter Technomucke und einem Glas Bier. Kennengelernt hatten wir uns in einem ersten Gespräch anlässlich der damals drohenden Räumung der Kältenothilfe in der Weddinger Sprengelstraße.  Hans-Joachim hatte dort eine Zeitlang gelebt, konnte neue Kraft sammeln und bekam seine neue Wohnung in der Buttmannstraße von der Gesobau vermittelt. Wir hatten schon damals über seine zukünftigen Pläne gesprochen. Jetzt startet er wieder durch. Das Ziel der neu gegründeten Gruppe, die von Christian Radeloff ins Leben gerufen wurde: „Wir haben vor zwei Essenstouren die Woche zu machen… wir wollen klein anfangen.“

Wie ist diese Initiative entstanden?
Wir sind mittlerweile zehn aktive Leute und es kommen immer welche dazu. Wir haben uns über facebook kennen gelernt. In den ersten Treffen haben wir die Probleme der Obdachlosen erörtert. Obdachlose haben Mobilitätsprobleme und die Suppenküchen liegen weit aus einander. An dem Punkt wollen wir unterstützend eingreifen.

Was habt ihr vor?
Wir haben vor zwei Touren die Woche zu machen, einmal im südlichen und einmal im nördlichen Berlin. Wir wollen klein anfangen aber dann feste Tage und Uhrzeiten, damit sich die Obdachlosen daran gewöhnen können. Langfristig würde ich persönlich gerne einen Verein gründen mit dem Ziel, eine ständige Übernachtung mit einer Suppenküche anzubieten.

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Wie oft trefft ihr euch im Augenblick und wie kann man daran teilhaben
Im Moment einmal im Monat um die Vorbereitungen für November zu organisieren. Es sind ja doch einige Sachen, die wir brauchen und so haben wir die Möglichkeit uns zu erkundigen, wo wir was herbekommen.
Das nächste Treffen ist am 25.8. im Biergarten Schleusenkrug im Tiergarten. Wir haben noch keinen festen Platz und privat ist es schwierig. Die ganze Sache soll ja auch Spaß machen.

Du hast früher selbst auf der Straße gelebt?
Ja, ich habe in den 80ern vier Jahre lang selber auf der Strasse gelebt. Danach zehn Jahre Obdachlosenbetreuung in Kreuzberg gemacht, dann war ich aus gelaugt und habe erst mal was anderes gamacht. Jetzt hat sich die Situation für Obdachlose wieder verschärft. Ich denke es ist gut wieder etwas zu tun.

Vier Jahre sind eine lange Zeit. Wie fühlt man sich dabei?
Beschissen, das Schlimmste auf der Strasse ist die Einsamkeit und Langeweile. Man kann leicht mal ein Selbstversuch machen. Man geht morgens aus dem Haus lässt Geld, Monatskarte etc. zuhause und versucht mal bis Abends zurecht zu kommen, besonders bei Regen oder Schnee.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Aktuell gesammelt werden:

Große Töpfe, Thermoskannen, Thermobehälter (wie Pizzaservice), Plastikschüsseln (Ein oder Mehrweg), Suppenlöffel und Kellen, große Hackenporsche, haltbare Lebensmittel (dosen,nudeln,reis etc.)

Wenn sie die Gruppe unterstützen wollen, wenden Sie sich bitte an Hans-Joachim Klaes

Zu erreichen unter der E-Mail Add: Hans-JoachimKlaes@gmx.net oder über sein facebookprofil: https://www.facebook.com/hansjoachim.klaes?directed_target_id=0

2 Kommentare to “Neue Obdachlosen-Initiative in Wedding startet durch”

  1. Hallo, ich möchte gerne fragen ob sie vielleicht noch eine weitere Person für’s Austeilen von Essen,trinken etc. oder sonst was brauchen.
    Ich biete natürlich meine kostenlose Hilfe an.
    Ich würde mich über eine Antwort freuen 🙂
    Mfg Eva

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