Interview mit Stefan Höppe über Neuausrichtung von KiezKlang-Projekt

Mit der Einladung des Musikprojekts KiezKlang, zum WerkstattKonzert heute ab 19.00 Uhr in der NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße, startet KiezKlang die Neuauflage des Projekts. Diesmal stellt sich u.a. die lateinamerikanische Musikgruppe PLANET KATE (latin neofolk) vor. Ein guter Zeitpunkt um Stefan Höppe vom Team zum Thema Neuauflage und Veränderungen für die nächsten zwei Jahre zu befragen.

KiezKlang geht jetzt in die zweite Runde. Was gibt es nach einer erfolgreichen Zwei-Jahres Episode für Neuerungen?Stefan höppe Kiezklang

Im Mittelpunkt steht 2015/16 nicht mehr das Organisieren eigener Events, sondern der Ausbau eines Netzwerks im Soldiner Kiez. Dabei steht die Einbettung des Projekts in nachbarschaftliche Strukturen im Vordergrund. Einzelne Musik-Locations im Kiez sollen in Hinblick auf die Herausbildung eines jeweils eigenen Profils unterstützt werden. Auch eine Professionalisierung in Hinblick auf das, was für die MusikerInnen und Bands von Nutzen ist, wird umgesetzt.
Werden die KiezKlang-Events – z.B. in der Nachbarschaftsetage – nicht mehr stattfinden?
Doch, aber die Events werden nicht mehr Jam Sessions sein, sondern einen stärkeren Werkstatt- und Konzertcharakter bekommen. Wir unterstützen lieber die schon vorhandenen Sessions im Kiez. Wie genau der Werkstattcharakter aussehen soll, haben wir noch nicht klären können. Hier ist kreatives Ausprobieren angesagt.
Ihr habt vor, die Heimbewohner aus der Gotenburger Straße einzubeziehen?
Ja, wichtig finden wir, dass die Kiezklang-Events auch unseren neuen Nachbarn aus den Flüchtlingsnotunterkünften offenstehen. Anfangs als Zuhörer, dann auch als Musiker. Wenn einzelne Bewohner ein Instrument spielen, laden wir sie gerne zu uns ein.
Sind auch Konzerte in der Notunterkunft in der Gotenburger Straße geplant?
Es sieht nicht so aus, dass dort Konzerte stattfinden können. Die Räume scheinen alle mit Schlafplätzen belegt zu ein oder als Lager- und Abstellflächen genutzt zu werden. Ich glaube, es ist auch ganz gut, wenn die Menschen aus ihrer alltäglichen Wohnheimumgebung mal rauskommen und den Kiez mit seinen Möglichkeiten kennenlernen.
Gibt es Veränderung beim Pance-Parcours?
Wir arbeiten darauf hin, dass unser Haupt-Event, der Panke-Parcours, sich als eigenes Format etablieren kann. Aus dem oben beschriebenen Netzwerk heraus wäre es dann möglich, dass interessierte Gruppierungen leichter zusammen kommen und auch unabhängig von uns den Panke-Parcour durchführen könnten. Wir wollen das bis zum Ende des geförderten Kiezklangprojekts in zwei Jahren aufgebaut haben. Die erste praktische Veränderung gegenüber der letzten Organisationsführung wird sein, dass die einzelnen Veranstaltungsorte an der Panke – wir haben sie Musikinseln genannt – von musikbezogenen Initiativen im Kiez eigenständig organisiert werden.
Welche persönlichen Vorlieben würdest du gerne umsetzen?
Ich persönlich würde mich gerne auf Projekte im Bereich Musik/Performance, Weltmusik ( inklusive Fusion) und auch Ausflüge in die klassische Musik konzentrieren. Übers Wochenende werde ich z.B. an einem Konzept zu einem berlinweiten Art Rock Festival arbeiten. Na, und vielleicht inspiriert mich ja der Kontakt zu all den MusikerInnen dazu, die Geige, die ich mir im letzten Jahr gekauft habe, aus dem Koffer zu holen und auch mal wieder selbst zu spielen. Immerhin habe ich in meiner Jugend zehn Jahre lang Geige gelernt.

Vielen Dank für das Gespräch

Interview: MvH

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Planet kate bei Kiezklang in der Nachbarschaftsetage Soldiner Kiez

Werkstattkonzert die lateinamerikanische Musikgruppe PLANET KATE (latin neofolk)

NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße
Osloer Str. 12, 13359 Berlin
20:00h – 23:00h
Der Eintritt ist frei
Zur Musikgruppe gehören:
Kate Witt (Vocals, Gitarre)
Fito Valencia (Gitarre/Ukulele)
Ike Nukem (Bass)
Braulio Zuniga (Percussion)

Mehr zum Thema auf SKK:

Das Video vom KiezKlang Abschlussevent 2014 mit einem Rückblick auf die letzten zwei Jahre von Birgit Bogner 

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