Am Bahnhof Zoo in Menschengruppe gefahren

7 Menschen wurden heute Vormittag vor dem Bahnhof Zoo von einem 24-Jährigen SUV-Fahrer angefahren und teils schwer verletzt. Bisher gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann seinen Wagen beim Abbiegen mit überhöhter Geschwindigkeit nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte. Eine bei ihm durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von ungefähr 0,7 Promille.

Gegen 7.20 Uhr fuhr der SUV-Mercedes auf der Joachimsthaler Straße in Richtung Hardenbergplatz und wollte dann nach links in die Hardenbergstraße abbiegen.
Hier fuhr er auf den Gehweg des Hardbergplatzes

Laut Polizeimeldung handelt es sich bei den Leichtverletzten um zwei Frauen im Alter von 38 und 57 Jahren und um einen Mann, ebenfalls im Alter von 57 Jahren. Alle drei konnten nach kurzer Behandlung in einem Krankenhaus wieder entlassen werden.

Bei den Schwerverletzten handelt es um drei Männer, von denen einer 32 Jahre alt ist. Die beiden übrigen konnten noch nicht identifiziert werden, da sie nicht ansprechbar sind. Sie befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung. Ein Mann schwebt weiterhin in Lebensgefahr, berichtet die Polizei in einer Pressemitteilung. Er war unter dem Auto eingeklemmt und musste von Rettungskräften befreit werden. Schon am Unfallort wurde er reanimiert. Die zusammengelegten Utensilien und Zeugenaussagen bestätigten, dass es sich bei den drei am schwersten Betroffenen um obdachlose Menschen handelt. „Gibt es bereits einen Hilfs- oder Spendenaufruf? Wer ist für obdachlose Menschen in so einer Situation da und hilft ihnen?“, fragt Ann-Kristin Gelbes Herz auf Twitter.

Die zusammengelegten Utensilien der Schwerverletzten

Gegen den 24-jährigen Fahrer ermittelt die Kripo wegen Verdacht des versuchten Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zeugen wollten gehört haben, dass der unverletzt gebliebene Mann sich bei den Menschen mit den Worten entschuldigte: „Es tut mir Leid.“

Während des Rettungseinsatzes bei dem auch zwei Hubschrauber unterstützten und der Spurensicherung sperrte die Polizei weiträumig ab.
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