„Ärzte ohne Grenzen“ geraten an ihre Grenzen

Um die Ebola-Epidemie möglichst bald einzudämmen reicht es nicht aus, nur finanzielle Mittel bereitzustellen. Es müssen sofort mehr medizinische und epidemiologische Experten in die betroffenen Gebiete reisen. Notwendiges technisches Material, wie Laborausrüstung, Krankenwagen und Hubschrauber, muss bereitgestellt werden.

Derzeit sind 1.086 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in den betroffenen Gebieten tätig. „Damit sind unsere Kapazitäten an Experten im Moment erschöpft“, teilen die Organisatoren mit.

Besonders betroffen sind die Länder, deren Gesundheitssystem nach Jahres des Bürgerkrieges neu aufgebaut werden muss. Die Systeme dort seien mit der Ebola-Epidemie völlig überfordert. In den permanent medizinisch unterversorgten Gebieten sind etliche Gesundheitsstationen aus Angst vor Ansteckung nicht mehr besetzt. Dadurch bekommen auch die aus anderen Gründen Erkrankten noch weniger Unterstützung als zuvor.

Als besonders  katastrophal bezeichnen „Ärzte ohne Grenzen“ die Situation in Liberias Hauptstadt Monrovia. Viele Nothelfer haben sich angesteckt, Krankenhäuser musste teilweise schließen. Selbst die vielen Toten konnten nicht mehr ordnungsgemäß bestattet werden.  „Das Ausmaß dieses Ausbruchs nimmt von Tag zu Tag zu“, sagte Lindis Hurum, Nothilfekoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen in Liberia. „Das liberianische Gesundheitssystem kann diese Epidemie einfach nicht alleine bewältigen.“ Die Organisation fordert die WHO auf, die Unterstützung des Gesundheitspersonals zu initiieren und zu koordinieren, denn überall dort, wo die Ärzte im Einsatz sind überstehen viele Patienten die Krankheit und können gesund nach Hause zurückkehren.

Mehr Informationen:

Webseite Ärzte ohne Grenzen

auf SKK: Ebola-Verdacht in Berlin – Jobcenter Pankow für Stunden isoliert

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