Balkonbrand vernebelte die Prinzenallee

Balkonfeuer Prinzenallee (3)

An mehreren Stellen qualmte es aus der Wohnung

Die gute Nachricht zuerst: Alle Bewohner*innen konnten das Wohnhaus unverletzt verlassen. Die schlechte Nachricht für die Mieter*Innen der Brandwohnung: Ihr zu Hause ist für eine Zeitlang unbewohnbar. „Mindestens ein halbes Jahr“, sagte ein Mieter, der sich erkundigt hatte. Dabei entzündeten sich heute Nachmittag erst einmal „nur“ abgestellte Gegenstände auf dem Balkon im 1. OG des mehrstöckigen Wohnhauses. Doch das Feuer loderte schnell hoch. Durch die starke Hitzeentwicklung barsten die Fensterscheiben und giftige Rauchgase überzogen die gesamte Wohnung mit einer schwarzen Rußschicht. Durch ein geöffnetes Fenster im hintersten Zimmer zogen die Rauchgase dann ab. Zusätzlich verqualmte das Treppenhaus während die Dämpfe durch eine  geöffnete Rauchabzugsklappe im Dachbereich nach oben abzogen.

Durch die 3fach kurzen aber heftigen Gasaustritte war die Prinzenallee bis über die Soldiner Straße hinaus vernebelt. „Ich habe das Feuer schon am U-Bahnhof Pankstraße gerochen“, sagte eine Mieterin des Hauses, die froh war beim Ausbruch des Feuers nicht im Haus gewesen zu sein. Sie werde heute Nacht bei Freunden schlafen, denn schon nach kurzem Aufenthalt in ihrer Wohnung im 3. OG. habe sie Kopfschmerzen bekommen. Das ältere Ehepaar aus der Brandwohnung kann zum Glück erst einmal bei Verwandten unterkommen.

Ein Beamter, der anordnete einen gefundenen Elektro-Grill zu sichern, wollte sich zur Brandursache nicht äußern. Der Grill sah unbenutzt aus.

Balkonfeuer Prinzenallee (1)

Balkonfeuer Prinzenallee (8)

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