Bodentest auf Grundstück Gotenburger Straße Ecke Prinzenallee

Ab 3,50m kam der helle Märkische Sandboden zum Vorschein

(25.Aug.20) Eine Rasterbeprobung wurde heute tagsüber auf dem ehemaligen Spielplatz Gotenburger Straße Ecke Prinzenallee durchgeführt. Hinter dem recht unbekannten Begriff steckt eine Bodenprüfung über das gesamte Gelände per Baggeraushub, in genau eingeteilten Rasterstufen. In diesem Fall gruben Arbeiter alle fünf Meter in drei Reihen insgesamt fünfzehn Aushübe bis auf eine Tiefe von vier Meter.

Mehrere Bodenproben aus unterschiedlichen Tiefen werden dann in einem Labor auf ihre Beschaffenheit untersucht. Unterschieden werden dabei 5 Kategorien, wobei das höchste Mass an Schadstoffbelastung, eines atomar verseuchten Bodens entspricht. Je nach Verschmutzungsgrad werden Böden nach ihrem Aushub „behandelt“ bevor sie entweder auf gesonderten Deponien entsorgt, oder durch die „Reinigung“ wiederverwendbar gemacht werden. Ölverschmutzungen können ausgewaschen werden. Nur mit Bauschutt vermischter Sand kann nach der Siebung wieder erneut verbaut werden.

Hier wird die Tiefe gemessen und werden Bodenproben genommen

Nach einer ersten Sichtung bemerkte einer der Arbeiter: „Als Spielplatzboden ist der vorliegende Boden nicht geeignet, dazu enthält er zu viel Bauschutt.“ Am äußeren Rand des Gründstücks habe man Reste eines Fundaments entdeckt. Das vorhandene Material sei bis auf eine Tiefe von 3,50 Meter in Kriegszeiten eingebracht worden. „Ob chemische Belastungen vorliegen werden Laboruntersuchungen herausfinden.“

Nur ein Häuserblock entfernt hatte man auf dem Gelände der Prinzenallee 58 auf dem hintersten Hof giftige Schwermetallrückstände entdeckt, die bis heute nicht entsorgt wurden. Die genossenschaftlich organisierten Mieter*Innen wollten sich dadurch ihren Spaß am gärtnern nicht verderben lassen und pflanzten ihren Bedarf in Hochbeeten an.

So wird die Ecke Gotenburger Straße/Prinzenallee nach Fertigstellung der Bauarbeiten aussehen

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So wird’s ausschauen auf der Ecke Gotenburger Straße
Das ursprünglich landeseigene Grundstück wurde der Wohnungsbaugesellschaft Degewo zugesprochen. In dem Neubau sollen Menschen mit Behinderung und Alleinerziehende ein Zuhause finden. Ein Jugendwohnprojekt, eine Kita und eine Ausbildungsgastronomie sind in der Planung vorgesehen. Der ursprüngliche genannte Baubeginn im Frühjahr 2019 konnte bisher noch nicht durch einen neuen Termin bekannt gemacht werden.

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