Bombenalarm an der Soldiner Straße

Für mehrere Stunden war am Samstag die Soldiner Straße von der Koloniestraße an, in Richtung Prinzenallee für den Autoverkehr gesperrt. In einer Laubenkolonie unmittelbar an der Panke hatte ein Schrebergärtner bei Grabungen einen auf ihn verdächtig wirkenden Gegenstand entdeckt. Womöglich kam dem älteren Herrn das rohrähnliche Gebilde, das gerade aus der Erde hervorschaute, wie eine Granate vor. Also alarmierte er die Polizei. Die forderte eine unmittelbare Nachbarin auf, das Laubenkolonie-Gelände zu verlassen. Nur ungerne wollte die sich in ihrer Wochenendruhe stören lassen, glaube sie doch nicht an einen tatsächlich gefährlichen Fund.

Auf Grund der engen Nachbarschaft hatte sie schon mitbekommen, dass der Nachbar in der Erde nach Baumwurzeln grub. Etwas genervt, wie sie berichtete, musste sie dann doch weichen, konnte sich aber des Kommentars nicht enthalten:“Wenn das Ding gefährlich sein soll, was ich nicht glaube, und bisher nach Jahren nicht explodiert ist, wird es das jetzt auf die Schnelle auch nicht tun.“ Der Unterschied… Wenn die Polizei erst einmal im Spiel ist, sperrt sie den Fundort weiträumig ab und holt Verstärkung ran.

Das Rohrstück mit seinen merkwürdigen „Flügeln“ verunsicherte den Pächter.

Es dauerte eine geraume Zeit bis Spezialisten von der Kampfmittelbeseitigung anrückten und sich das Rohrstück anschauten. Das stellte sich dann als das heraus, wonach es eigentlich auch aussah: als ein altes Abflussrohr und unmittelbar daneben eine alte Wasserleitung.

Die Absperrung wurde nach einigen Stunden aufgehoben. Der Laubenpieper konnte sein Grundstück wieder betreten.

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