Der Fall Hoeneß – Mildernde Umstände für einen psychisch Kranken?

Ulli Hoeneß - mildernde Umstände für Spielsucht?

13.März14 – Kaugummikauend stand Uli Hoeneß vor Beginn des vorläufig letzten Gerichtstages des Strafverfahrens wegen Steuerbetruges vor Pressevertretern und dem hohen Gericht. Das hatte heute zu bewerten, ob die vorgebrachte Selbstanzeige formal richtig durchgeführt wurde, sein positives Lebenswerk zu bemessen und wenn erkennbar, mildernde Umstände, in das Urteil einfließen zu lassen.

„Die Anforderungen an eine formal gültige und korrekt durchgeführte Selbstanzeige seien mittlerweile so hoch, dass sie kaum noch durchführbar seien.“ sagte eine Steuerprüferin letztens in einer TV-Talkshow. Wer wolle, könne dort immer einen Fehler entdecken. Sein Lebenswerk positiv zu bemessen könnte auf die Schwierigkeit stoßen, der Richter gegenüberstehen, wenn sie einen Feuerwehrmann für seine mehrjährige Tätigkeit als Feuerteufel verurteilen müssten. Beide haben in ihrem, in sich verschachtelten Lebenswerk auf der einen Seite gelöscht und auf der anderen Seite in Brand gesetzt.

Mildernde Umstände wären ausreichend anzuerkennen, wenn ausführlich öffentlich anerkannt würde, dass es sich bei seiner offensichtlichen Spielsucht um eine anerkannte psychische Krankheit handelt. Alkoholiker, die unter Drogeneinfluss schädigen, bekommen eine deutlich geringere Strafe. Psychopathen, die unter Einfluss sich wiederholender zwanghafter Manien Menschen morden, werden ebenfalls anders abgehandelt, als die „Normalen“.
Foto: Wiki

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