Der Protest um Lampedusa Flüchtlinge in Hamburg und Refugees in Berlin spitzt sich zu

Während im Mittelmeer weitere Leichen von ertrunkenen Flüchtlingen geborgen werden, spitzt sich der Protest gegen den Umgang mit Flüchtlingen in den Städten Hamburg und Berlin weiter zu. Seit Mai 2013 wird in Hamburg einer Gruppe von Afrikanern, die als libysche Kriegsflüchtlinge in Italien anerkannt wurden, ein Aufenthaltsrecht verweigert. In Berlin befinden sich seit dem 9. November 29 Refugees am Brandenburger Tor im Hungerstreik, um die Anerkennung ihrer Asylanträge einzufordern. In beiden Fällen beklagen sich die Betroffenen über die ausbleibende Resonanz von Politik und Öffentlichkeit. In Beiden Städten kam es am Mittwoch Abend auf Protestdemonstrationen zu Rangeleien mit der Polizei und zu Sachbeschädigungen.

refugeeprotest in Berlin okt13 foto PM cheung Titel

In Berlin Kreuzberg kippte einiges um 

Mehrere Hundert Menschen folgten heute einem Aufruf, und demonstrierten in Berlin Kreuzberg gegen die deutsche Flüchtlingspolitik und die verstärkte polizeiliche Überprüfungen und Registrierungen der Identitäten der in Hamburg gestrandeten „Lampedusa-Flüchtlinge. Dabei teilte sich der Demonstrationszug. Der größere Teil wurde immer wieder gestoppt und eingekesselt, „Die Stimmung war trotzdem gut“, berichtete eine Teilnehmerin, „Es wurde gesungen und getanzt.“  Die Andere Gruppe von ca. 100 Personen verteilten in der Skalitzer Straße Baumaterialien auf der Straße. Zwei Polizeifahrzeuge wurden beschädigten und mussten abgeschleppt werden.

Schülerinnen und Schüler in St. Pauli wollen ihre Sporthalle zur Verfügung stellen

„Wie geil ist das denn, Menschenwürde auf dem Vormarsch“ kommentiert Friedensaktivistin Ute Donner die Aktion.  SchülerInnen der Klasse 10b, an der Stadtteilschule am Hafen/St. Pauli, fordern die Stadt auf, ihre Sporthalle den Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen und machen gleich pragmatische Vorschläge, wie das zu organisieren ist.

„Die Flüchtlinge sind bereit die Sporthalle so zu hinterlassen, so wie sie diese vorgefunden haben“, schreiben sie in ihrer Erklärung und weiter: “ Einige Schüler/innen erklären sich bereit, dies zu kontrollieren. Ein weiteres Problem könnte das Entstehen von Schäden sein und die Haftung, aber da die Flüchtlinge den Platz nur zum Schlafen nutzen schließen wir diese Art von Problemen aus. Zur Not können die Schäden durch Spendensammlungen der Schule ausgeglichen werden.
Das Gute an unserer Idee ist, das die Flüchtlinge ein Winterquartier hätten, mit genügend Duschen, Toiletten und Platz. Es wäre warm und Krankheiten könnten minimiert werden. Zudem würde der Staat Geld sparen, da der Unterhalt der Turnhalle ja sowieso gewährleistet ist.“

Fotos Berlin-Demo:  PM Cheung  Hier zur gesamten Fotoserie aus Berlin

Die Petition der SchülerInnen Webseite

Flüchtlingsschiff beim Kirchentag in Hamburg

Flüchtlingsboot M/S ANTON mit Bronzestatuen die Flüchtlinge darstellen von dem dänischen Künstler Jens Galschiot, Das Kunsthaeppening zum Kirchentag in Hamburg soll auf die Flüchtlingsdramen an den EU-Außengrenzen und unserer Mitverantwortung an den Fluchtursachen hinweisen.

Schülerprotest in Paris – In Paris demonstrierten an zwei Tagen  Tausende französische Schüler gegen die Abschiebung einer 15-jährigen Klassenkameradin. Schon am Vormittag blockierten sie die Eingänge ihrer Schulen. Die Familie von Leonarda wohnte ursprünglich im Kosovo. Kurz darauf wurde die Ausweisung einer weiteren Schülerin bekannt.

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