Drama Mord auf offener Straße – Mann erschießt die Mutter seiner Exfrau. 2 Personen schwer verletzt.

Do. 4. Aug. 10h – Auf offener Straße schoß ein Mann auf fünf Personen. Er stoppte mit gezogener Pistole den Wagen einer Familie, die gerade aus einem Parkhafen in der Kolberger Straße herausfahren wollte. Im PKW eine Mutter mit ihren zwei Töchtern, ihrem Sohn und dem Verlobten einer Tochter. Fünfzehn mal soll er geschossen haben. Er verletzte die ältere Frau tödlich. Der Sohn und eine der Töchter wurden durch die Schüsse schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Täter war zu Fuß unterwegs und flüchtete danach in ein Haus in der Wiesenstraße. Die Polizei durchsuchte das mehrstöckige Wohnhaus, konnte ihn aber nicht finden. „Es handelt sich um eine Beziehungstat“, sagt der Polizeisprecher Thomas Neuendorf vor Ort. „Die Geschädigten kannten den Schützen.“ Bis auf die getötete Frau sind alle Personen zwischen 20 und 25 Jahre alt.

Eine Verkäuferin aus einem gegenüberliegenden Geschäft hörte  laute Schreie, Schüsse und Hundegebell. „Zehn bis zwanzig Leute liefen aufgeregt um das Auto herum,“ berichtet sie. Die Ärzte haben versucht, die ältere Frau wiederzubeleben. Ihre Tochter hat immer wieder gerufen: „Mama, bitte stirb nicht!“ – aber es war wohl nichts mehr zu machen. Sie deckten die Frau zu und führten die weinende Tochter zum Rettungswagen.“

Stephan H. (50) kennt die Familie seit acht Jahren. „Der Ex-Mann hat geschossen. Das Mädchen wollte nicht mehr mit ihm zusammen sein und hat sich scheiden lassen“, sagt er. Er soll sie dann immer wieder terrorisiert haben. „Gestern Nacht gab es hier auch schon Schüsse. Das hatte bestimmt damit zu tun“, vermutet er. „Wenn der Junge das überlebt, gibt es hier wegen der Blutrache richtig Aktion. Die Familienmitglieder sind Kurden, da können wir uns hier im Kiez warm anziehen. Ich verstehe nicht, warum das gerade im Ramadan geschieht,“ fragt er sich. „Das sind doch alles Muslime.“

„Das hat überhaupt nichts mit dem muslimischen Glauben zu tun,“ empört sich der Islam-Gläubige Ahmet I. (43), Besitzer der „Prinz Bäckerei im Soldiner Kiez. „Selbst wenn deine Frau fremdgehen würde, gibt es kein Gesetz im Koran, das erlaubt die Frau zu töten. „Es ist wie bei euch Christen – es heißt: Du darfst nicht töten. Das was hier geschehen ist, hat eher mit einem durchgeknallten Mann zu tun, der seine Gefühle nicht unter Kontrolle gebracht hat.“

Letzte Meldungen–   Am Sonntag nacht wird Mehmet Y. in Neukölln festgenommen. +++Am Freitag Nachmittag beobachtet ein Mann den Täter in der Prinzenallee. Der Berliner Kurier veröffentlicht ein Foto von einer Sichtung am Donnerstag Abend, ebenfalls in der Prinzenallee +++ Die Fahndung wird verstärkt. Die Polizei veröffentlicht ein Foto +++ Der Bruder von Ex-Frau Feride ist ausser Lebensgefahr +++ Am Freitag legen 10 Mitglieder der rechtsgerichteten Partei „Die Freiheit“ einen Blumenstrauß in der Nähe des Tatorts ab. eine Linke Gruppierung aus dem Wedding protestiert gegen die Ausnutzung des Themas für rechtsgerichtete Wahlkampfzwecke  +++ Der Täter wird als Mehmet Yildirim (25) identifiziert. +++ Am Donnerstag Abend verläuft eine Fahndungsaktion der Polizei in einem Haus in der Koloniestraße ergebnislos. Mittlerweile ist eine bundesweite Fahndung ausgeschrieben. Eine Sondereinsatzgruppe wird gebildet. +++ Die schwerverletzte Tochter Leyla (22) erliegt im Krankenhaus ihren Verletzungen. Der Bruder schwebt in Lebensgefahr.
 
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