Gebrauchtwarenladen in der Prinzenallee macht dicht

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Tommy hat den Gebrauchtwarenladen fünf Jahre lang betrieben. Jetzt muss er Abschied nehmen

Fast 25 Jahre gibt es den Trödelladen in der Prinzenallee 59, jetzt muss alles raus. Ende des Monats wird der Betreiber Tommy das Geschäft für immer schließen. Die letzten fünf Jahre der langen Betriebszeit sammelte und verkaufte er in dem großräumigen Geschäft. Dabei hat er mit vielen Menschen aus dem Kiez Freundschaft geschlossen. Trödler waren schon immer beliebte Anlaufpunkte, um sich über Kiezneuigkeiten auszutauchen. Regelmäßig kam Guido Reinhardt der Chef vom Fahrradladen „Radprinz“ zur Mittagspause auf einen Plausch. Stefan aus der genossenschaftlichen Wohngemeinschaft PA 58 gleich nebenan schaute zum Feierabend rein. Er konnte seine Kunstpostkarten im Laden anbieten.

„Das Geschäft rechnet sich nicht mehr“, berichtet Tommy. Er hatte als Angestellter den Laden betrieben und wird von seiner Chefin weiter beschäftigt. „Ich werde nicht arbeitslos“, sagt er. „Ich wechsle nur den Standort.“

Vor einigen Jahren war alles aus Porzellan sehr begehrt, berichtet er. Aber die Nachfrage habe im Laufe der Zeit abgenommen. Aus der Neuorientierung entstand dann ein gemischter Gebrauchtwarenladen. Der Stil der feinen Präsentation aber blieb. Übereinandergestapeltes oder achtlos in eine Kiste Gesammeltes gab es nicht. Alles hatte seinen gepflegten Platz. Angekauft wurde eher nicht und wenn überhaupt, nur besondere Stücke. Und die werden jetzt günstig beim Räumungsverkauf abgegeben. Bis zum 25. Mai wird der Räumungsverkauf wohl noch gehen, schätzt Tommy ein und hofft, dass er noch bis zum letzten Tag mit dabei sein kann.

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Weihnachtsdeko 2016 beim Trödler in der Prinzenallee

 

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