„Hellersdorf hilft“ macht weiter

HellersdorfhilftAsylbewerbernIn Hellersdorf entwickelt sich eine gefährliche Stimmung. Eine Bürgerinitiative macht seit längerem gegen die neue Unterkunft für Asylbewerber mobil. Bereits in dieser Woche sollen die ersten dreißig Syrien-Flüchtlinge ankommen. Insgesamt kann das Heim für 400 Personen aufnehmen. Jetzt scheint sich die Situation weiter aufzuheizen. Die BVV-Abgeordnete der Grünen  Rafaela Kiene (23) berichtete der Berliner Presse, ihr sei ein im Internet ein Ultimatum gestellt worden, die Unterstützung für die Facebook-Seite „Hellersdorf hilft Asylbewerbern“ aufzugeben. Sie fühlt sich bedroht.  „Hellersdorf hilft“ reagiert mit einer Pressererklärung und schreibt:“Wir machen weiter!“

update: Der geplante Einzugstermin verschiebt sich. Durch die Umbaumaßnahmen veränderte Bauwerksbelastungen, müssen zur Sicherheit noch durch ein statisches Gutachten geprüft werden.

Die Presseerklärung:

Wir machen weiter

Heute war der Berliner Tagespresse zu entnehmen, dass einer Unterstützerin unserer Initiative gedroht wurde. Dies in Form einer anonymen Mitteilung an unsere Seite. Unterzeichnet wurde das Schreiben mit der „Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf“. Wir bedauern dieses Ereignis zu tiefst und erklären uns hiermit uneingeschränkt solidarisch mit unserer Mitstreiterin. Diese Art der Kommunikation entbehrt jeglicher Form demokratischen Grundverständnisses.

Aufgrund der Ereignisse ist es uns wichtig, euch mitzuteilen, dass wir weitermachen. Mittlerweile sind wir auf ein großes Team angewachsen, dass seine Unterstützung aus zivilgesellschaftlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern Marzahn-Hellersdorf und Berlins sowie dem örtlichen überparteilichen Bündnis erhält. Daher heben wir hervor, dass wir alle eine Gemeinschaft sind, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den ankommenden Flüchtlingen und Asylsuchenden zu helfen.

Für uns haben alle Menschen die gleichen Rechte. Niemand darf aufgrund seiner Herkunft, seiner Staatszugehörigkeit, seines Aussehens, seiner Religionszugehörigkeit, seiner Geschlechtszugehörigkeit oder seiner sexuellen Identität benachteiligt werden. Zudem gibt es in Deutschland das Grundrecht auf Asyl. Menschen, die diese Punkte infrage stellen, positionieren sich gegen das Wertesystem, auf dem unsere Gesellschaft fußt.

Unser Hauptanliegen ist, dass den ankommenden Flüchtlingen vor Ort geholfen wird. Und  wir lassen uns diese Hilfe von niemandem verbieten. Daher sagen wir ganz klar: Wir machen weiter!

—-

Gegen die fremdenfeindliche Stimmungsmache ist am Mittwoch im Internet auch ein Online-Petition gestartet worden. Bisher unterzeichneten über 19.000 Personen.

Die Webseite von Hellersdorf hilft

Die Facebookseite „Hellersdorf hilft Asylbewerbern“

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