Mehmet Y. in Neukölln gefasst – Doppelmörder Mehmet Y. in Berlin Neukölln gefasst

Ein Spezialkommando der Polizei nahm am Sonntag um 23.45 Uhr den mutmaßlichen Doppelmörder Mehmet Y. (25) am Neuköllner U-Bahnhof Grenzallee fest. Er stieg gerade aus einem Taxi und wollte in Richtung U-Bahn gehen. Mehmet Y. war unbewaffnet und ließ sich widerstandslos abführen.

Zu den Hintergründen der Festnahme liegen bisher wenige Informationen vor. Laut Darstellung der Polizei hatte es aus der Bevölkerung nur 40 Hinweise gegeben. 12 Stunden nach dem Beziehungsdrama in der Kolberger Straße im Wedding, in dessen Verlauf Mehmet Y. die Mutter und die Schwester seiner Ex-Frau Feride tötete und den Bruder schwer verletzte, wurde Mehmet Y. vor dem Polizeirevier in unmittelbarer Nähe des Tatortes in der Pankstraße erkannt und fotografiert. Dort soll er sich laut Bericht des Berliner Kuriers eine längere Zeit aufgehalten haben. Ein weiterer Zeuge berichtete, dass man Mehmet Y. am nächsten Tag gegen Mittag erneut in der Pankstraße gesehen habe.

Die Festnahme wurde erschwert, weil davon ausgegangen werden musste, dass Mehmet Y. die Tatwaffe noch bei sich führt. Deshalb konnte nur durch ein Sondereinsatzkommando der Polizei der Zugriff erfolgen. Einige Stunden vor der Festnahme sei schon mit der direkten Überwachung begonnen worden. Man hatte ihn während eines Gesprächs über sein Handy geortet. Memeth Y. wurde nach seiner Festnahme in den Wedding gefahren. Dort zeigte er im zweiten Hinterhof des Hauses in der Wiesenstraße, in das er kurz nach der Tat geflüchtet war, im Gebüsch das Versteck der Waffe. Am Montag morgen gestand er nach Befragung durch die 3. Mordkommision die Tat. Allerdings schob er die Schuld für sein Handeln auf den Vater seiner Ex-Frau Feride (24). Er soll von Anfang an gegen die Bindung der beiden gewesen sein. Deshalb war er auch der Hochzeit ferngeblieben.

 Abschied von Mutter Nevin  und Tochter Leyla
In Gedenken an die beiden Frauen, die bei dem Mordanschlag in Wedding getötet wurden, spricht die muslimische Gemeinschaft am Dienstag in der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm das traditionell islamische Totengebet. Vor der öffentlichen Zeremonie wird ein tradiertes Reinigungsritual durchgeführt. Die Verstorbenen werden danach in ein weisses Tuch  eingeschlagen und im Reinigungsraum der Moschee für die Familie und Freunde zur persönlichen Verabschiedung aufgebahrt. Das gemeinsame öffentliche Gebet wird nach dem Mittagsgebet gesprochen, dass um 13.15 Uhr beginnt. Danach werden die beiden Frauen zur Beerdigung in die Türkei geflogen. Die Familie begleitet ihren letzten Flug.

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