Ticketpreis-Bully gewonnen – Eisbären-Fans Berlin wieder da

Eisbären Berlin fan boykott zu ende2Happy End bei Fans von Eisbären Berlin – Streit um Eintrittskartenpreise beigelegt- Fans kehren wieder.
Für bezahlbares Eishockey hatten die Fans aus der Stehkurve wochenlang hart und bis zur eigenen Schmerzgrenze gekämpft. jetzt konnten sie die Früchte ernten und vor allem wieder jubeln. 500 Eisbären Fans hatten sich in der Nähe der O2 Arena verabredet und gingen gemeinsam zum fünften Playoff-Viertelfinalspiel Spiel gegen die Hamburger Freezers.

Die Fans aus der Stehkurve hatten ihre Forderungen nach bezahlbaren Eintrittspreisen mit eindeutigem Verhalten untermauert. Fanbusfahrten zu einem Auswärtsspiel wurden abgesagt, bei einem Duell in der Best-Of-Seven-Serie verließen sie kurz nach dem Anpfiff die Halle. Mehrere Wochen währte der Protest.
Keine einfache Aktion für die Fans denn, so berichtete einer von ihnen dem Berliner Kurier“ „Ein Teil von mir will, dass wir nicht mehr protestieren. Wir wollen doch alle unsere Jungs nach vorne peitschen, fühlen uns supermies, dass wir ihnen nicht helfen können. Aber wenn wir jetzt einknicken, so denken wir alle, können wir in ein paar Jahren gar keine Eisbären-Spiele mehr sehen. Die Preisspirale wird sich dann immer weiterdrehen.“

„Danke an alle, vor allen an den Fanbeirat der nie aufgegeben und den „Herrschern“ gezeigt hat wozu die Fanmenge in der Lage ist“, postete der Blogger Peter Teich auf der Eisbären-Webseite.
Der Fanbeirat wollte die Vorschläge der Gegenseite nach einer ersten Verhandlungsrunde „so nicht hinnehmen. Wir werden unsere Protestaktionen nicht stoppen, bis wir an einem Punkt angelangt sind, der für beide Seiten verträglich ist“, gab der Rat öffentlich bekannt und rief dazu auf in stillem Protest in die Halle zu kommen. „Bitte kommt alle in schwarz. Wir werden das gesamte Spiel hindurch schweigen … Keine Fahnen, keine Trommeln, keine Vereinskleidung.“ Die Stimmung in der o2 World sank auf das Niveau eines Tennismatch. Man soll die Anweisung der Spieler auf dem Eis deutlich bis auf die oberen Sitzplätze verstanden haben.

Schlussendlich lenkten die Vereinsvorstände ein, die eine Erhöhung der Preise für Dauerkarten um bis zu  40 Prozent ins Gespräch brachten. Die Preiserhöhungen liegen nun moderat zwischen 11 und 18 Prozent und die Play-off Spiele bleiben ohne zusätzliche Kosten im Dauerkartenpreis mit inbegriffen. Rollstuhlfahrer können weiterhin in Begleitung kostenlos die Spiele anschauen, ihr Kontingent wird sogar noch aufgestockt.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, Eure Solidarität mit uns zu spüren und zu erleben. Mit welcher Selbstverständlichkeit neben den großen Problemen immer auch wieder an uns, die verhältnismäßige sehr kleine Gruppe von Rolli’s und deren Begleitern, gedacht wird“, bedankt sich Micha aus dem Block 215. „Mit einer unbeschreiblich menschlichen Art wird von Euch für unsere Integration, für unsere Belange einfach so mitgekämpft. Ich kann immer noch nicht schlafen. Ich bin so aufgewühlt, die Tränen der Wut und jetzt die Tränen der Erleichterung noch nicht getrocknet, ich muss es einfach sagen: Danke.
Und nun gehts mit Euch allen daran, die Bären endlich gebührend, wie gewohnt, aber noch viel stärker, zum Sieg zu schreien, zum Sieg zu klatschen, zum Sieg zu singen.“

Und so geschah es denn auch am Donnerstag Abend, beim Spiel gegen die Hamburger Freezers. Wie noch nie in der Arena gehört wurden die Eisbären zum Sieg gebrüllt.

Kann man sich das vorstellen, wie es sich anhörte, als das Siegtor zum 3:2 in der letzten Sekunde fiel?

Eisbären fans boykott zu ende

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